30.09.2025: WDR Gespräch über immersive Kunst
Es geht um das Thema „Immersive Kunst“. Anlass ist eine neue Ausstellung bei Phoenix des Lumiéres in Dortmund.
Der WDR möchte hinterfragen, warum die immersive Kunst immer erfolgreicher wird und wie Kunstkenner und –schaffende dazu stehen. Hilft das der Kunst? Ist das eine Ergänzung? Oder schadet es der eigentlichen Kunst eher?
Prof. Jürgen Störr und Studierende waren im Gegensatz zu den Veranstaltern übereinstimmend der Ansicht, dass diese Art der Präsentation von Kunst die eigentlichen Werke herabwürdigt. In einer verkitschten und unterhaltsamen Weise werden Werke entstellt und zum Erlebnisspektakel verwurstet.
Eine Studierende spricht treffend von einer Entseelung.
Ausgenommen sind natürlich Werke, die von Künstlern als immersive Kunst konzipiert wurden wie zum Beispiel The Weather Project von Olafur Eliasson, Infinity Mirror Rooms von Yayoi Kusama oder The Forty Part Motet von Janet Cardiff & George Bures Miller.
Somit stellt sich die Frage nach der Autorenschaft, denn bei den Werken von Monet kommt in der Ausstellung ein zweiter Autor ins Spiel, der nach eigenem Gutdünken und zum Vergnügen der Betrachter das eigentliche Werk inszeniert oder besser noch verunstaltet.
Der 7.Beitrag in der Lokalzeit Dortmund (Beginn 18:16) zeigt das Gespräch:
Aufzeichnung WDR / Gespräch über immersive Kunst
Philosophen wie Peter Sloterdijk sprechen von einem Sedativum, beruhigend, angstlösend und schlaffördernd. Sloterdijk diagnostiziert auch, dass die Sucht nach Unterhaltung eine Ersatzreligion sei, da die Religionen das Bedürfnis nach Sinngebung nicht mehr befriedigen.
Bazon Brock bemängelt ästhetische Erziehung, ursächlich für die Sucht nach Rausch und Berieselung.