Ruhrakademie-Absolvent erhält 1.Preis auf weltweit größtem Kurzfilmwettbewerb

Der weltweit größte Kurzfilmwettbewerb “99Fire-Films-Award” ist nun vorbei und der Preis geht an Adalbert Wojaczek. Gerade einmal zwei Jahre nach Beendigung seines Studiums an der Ruhrakademie belegt der Filmemacher in der Kategorie “Bester Film” mit dem Beitrag “Malou” den ersten Platz. Der Preis ist mit 9.999,- Euro dotiert.
 
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Bei der glamourösen Award Gala im Admiralspalast in Berlin überzeugte der Film die Jury durch hervorragende Kameraführung sowie eine künstlerisch anspruchsvolle und inspirierende filmische Umsetzung der Filmidee. Vor über 600 geladenen Gästen aus Kultur, Film, Musik und Showbusiness wurde der Preis an den strahlenden Gewinner überreicht.
 
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Adalbert Wojaczek vor der Ruhrakademie. Foto: Bernd Paulitschke

Die besondere Herausforderung des Wettbewerbs besteht darin, einen 99 Sekunden langen Film in 99 Stunden zu drehen.
Schon in den ersten Semestern hat Adalbert Wojaczek an der Ruhrakademie in einem “16-mm-Filmprojekt” Erfahrungen im Drehen von Kurzfilmen sammeln können. Begleitet wurden die Studierenden bei diesem Projekt u.a. von Ruhrakademie-Dozent Gerd Zimmermann, der schon in Hollywood mit Robert de Niro drehte, und Daniel Walta, der mit dem Kinofilm “Jakobs Bruder” bekannt wurde.

 
www.ruhrnachrichten.de/staedte/schwerte/Studenten-erzaehlen-ihre-Geschichte-in-100-Sekunden
 
Die Süddeutsche schreibt:
 

“Der Siegerfilm dieses Jahres allerdings hat das Zeug, auch die kritischsten Filmkritiker zu überzeugen. Das hebt den Wettbewerb auf eine neue Stufe. “Malou” von Adalbert Wojaczek aus Düsseldorf zeigt ein junges Mädchen, das erhobenen Hauptes durch eine Schule marschiert. Die Mitschüler tuscheln hinter ihrem Rücken, sie wird ausgelacht, ein Junge filmt sie von hinten und attestiert ihr “Hashtag big fail!”. Was dann allerdings folgt, ist big success: Sie legt eine Tanzaufführung hin, die sich gewaschen hat.
 
Der Film lässt offen, ob es sich um eine Abschluss- oder Aufnahmeprüfung an einer Tanzschule handelt, doch der Schluss verblüfft: Am Ende gibt es einen lauten Knall – und die Beinprothese der Tänzerin fällt ab. Das Gesicht der Schauspielerin (Valentina Herold) zeigt so viel Stolz und Würde, dass die Botschaft klar ist: Nicht der Körper, sondern die innere Einstellung macht die Musik.”

 
http://www.sueddeutsche.de/kultur/kurzfilmpreis